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Sozialpreis 2014 der SPD Stein für den Diakonieverein Stein :

Soziales

Übergabe Sozialpreis an den Diakonieverein

Anlässlich des Neujahrsempfangs erhielt in Anerkennung seiner nun mehr als dreißigjährigen Tätigkeit für die Menschen in Stein der evangelische Diakonieverein Stein den diesjährigen Sozialpreis der Steiner SPD.
1983 gegründet als Verein Nächstenhilfe war es bereits die zweite Auszeichnung mit dem Sozialpreis, den 1996 der Verein Nächstenhilfe erhalten hatte und nun 2014 der Diakonieverein Stein.

In ihrer Laudatio beschrieb die 3. Bürgermeisterin Hanne Pfetzing-Scheitinger die Organisationsstruktur des Vereins ebenso wie dessen Bedeutung für das Gemeinwesen.
Der Verein steht auf den beiden Pfeilern professionelle Pflege und ehrenamtlichem Engagement. Ca. 20 Pflegekräfte versorgen ständig 80-90 pflegebedürftige Menschen in Stein. Die ca. 15-20 ehrenamtlichen Helfer leisten ein breites Spektrum an Hilfsdiensten, wie z.B. Begleitung und Fahrt zu Arztbesuchen, besuche bei Alleinstehenden, Begleitung bei Einkäufen und Spaziergängen und Weiterleitung von Lieferungen der Tafel. Bei Transporten mit dem Pkw wird auch auf die Bedürftigkeit der Menschen geachtet, die sich eben die Taxifahrt nicht leisten könnten.
Eine weitere wichtige Funktion stellt die Öffentlichkeitsarbeit dar, durch für alle Bürger offene Vorträge zu Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Pflegefinanzierung und eventuelle finanzielle Inanspruchnahme von Angehörigen.
Die Laudatorin machte deutlich, dass die Arbeit am Menschen gar nicht hoch genug geschätzt werden könnte. Unser Gemeinwesen in Stein wird umso vieles menschlicher, durch die Arbeit von professionellen Kräften, die eine liebevolle Pflege Tag für Tag den Patienten angedeihen lassen, und durch Ehrenamtliche, die es ermöglichen, dass Menschen aus ihrer schwierigen Lebenssituation wenigstens kurzfristig einmalr herausgeholt werden.
Die SPD nennt so etwas praktizierte Solidarität, und eine christlich geprägte Organisation nennt es eben Nächstenliebe. Beides führt dazu, die Gesellschaft ein wenig menschlicher zu machen. Für die betroffenen Menschen bedeutet diese Hilfe jedoch sehr viel mehr.
Überreicht wurde der Sozialpreis durch die beiden stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Robert Brehm und Andreas Schneider.
Herr Pfarrer Redlingshöfer von der Paul-Gerhardt-Gemeinde, der 1. Vorsitzende des Vereins, und Frau Heilmann nahmen den Preis entgegen, unterstützt von etwa 10 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die ebenfalls mit auf die Bühne gekommen waren, um 'ihren' Preis mit entgegen zu nehmen.
Herr Pfarrer Redlingshöfer und Frau Heilmann fanden in ihrer Dankesrede bewegende Worte.
Der Vergleich von Herrn Redlingshöfer, dass in unserem Land für einen Kundendienst an einem Auto mehr Geld ausgegeben wird als für die Pflege von alten und kranken Menschen, ging der gesamten Zuhörerschaft unter die Haut. Auch sein politischer Appell an die anwesenden Landes-und Bundespolitiker verhallte nicht ungehört. Die beiden Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl und Horst Arnold sowie der neu gewählte Bundestagsabgeordnete Carsten Träger versprachen, sich für eine bessere finanzielle Ausstattung der Pflege einzusetzen. Eine Pflege im Minutentakt ist etwas, was sich eine humane Gesellschaft, die immer älter wird einfach nicht leisten kann.

 

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